Chancengerechte Bildung

Bildung ist mehr als Wissensvermittlung – sie ist der entscheidende Schlüssel zu einer gerechten und zukunftsfähigen Gesellschaft und auch Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe.

Politische Entscheidungen in Wiesbaden haben direkten Einfluss auf die alltägliche Umsetzung von Schulangeboten in unserer Stadt. Die Stadt Wiesbaden ist als Träger von Schulen verantwortlich für Ausstattung, Lehrmittel, Sportstätten, Mensa und Personal, unterstützt Ganztagsangebote und organisiert Schultransporte zu anderen Sportstätten wie Schwimmbädern oder auch von Kindern mit Beeinträchtigungen zu ihrer Schule.

Wir nutzen die kommunalen Möglichkeiten, um bestmögliche Lernbedingungen für alle Schüler*innen in Wiesbaden zu schaffen und damit eine Grundlage für chancengerechte Bildung zu legen.

Was chancengerechte Bildung für uns bedeutet

Schulen als ganzheitlicher Lern- und Lebensort für alle

Schulen sind mehr als Orte der Wissensvermittlung – sie sind zentrale Lebensorte, an denen Demokratie, Nachhaltigkeit, Toleranz und soziales Miteinander erfahrbar werden. Schulen müssen Orte mit Chancen für Persönlichkeitsentwicklung sein.

Teilhabe für alle

Alle Kinder sollen sich bestmöglich individuell entwickeln können und Inklusion ist ein Menschenrecht. Wir wollen möglichst viele Schulen barrierefrei gestalten und statten sie so aus, dass in allen Schulformen inklusiv gelernt werden kann.

Digitalisierung für alle

Unsere Kinder brauchen moderne Schulen mit zeitgemäßer Ausstattung und medienpädagogischen Konzepten. Digitale Kompetenzen von heute entscheiden über individuelle Zukunftschancen von morgen.

Sprachangebote für alle

Sprachkompetenz öffnet Türen. Sie ist nötig, um Texte zu verstehen und komplexe Inhalte auszudrücken. Ein Mangel an Sprachkompetenzen ist für viele Kinder eine Hürde für den Bildungsweg und den beruflichen Lebensweg.

Gute Mobilität für alle

Gerechte Bildungschancen brauchen erreichbare Schulen. Nur mit nachhaltigen Verkehrskonzepten schaffen werden klimafreundliche Bildungswege für jedes Kind ermöglicht – unabhängig vom Wohnort.

Klimagerechte Schule für alle

Lernen und Aufenthalt auf dem Schulgelände müssen in allen Schulen bei angenehmen Temperaturen auch an heißen Schultagen möglich sein. Klimagerechte Bildung schafft sowohl Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Maßnahmen von Klimaschutz als auch für Klimaanpassung.

Was wir konkret in diesem Bereich tun wollen

Das Anwahlverhalten der Eltern beim Übergang von Klasse 4 auf 5 überfordert oft die Kinder – bis zu ein Drittel verlässt das Gymnasium wieder. Viele Schüler*innen haben zudem lange Schulwege, teils mit mehrfachem Umsteigen. Durch Neubaugebiete steigt die Zahl der zu beschulenden Kinder weiter. Eine Lösung sind wohnortnahe Integrierte Gesamtschulen (IGSen): Sie vereinen alle Bildungsgänge, kommen ohne Sitzen bleiben aus und fördern die Schüler*innen bis zum bestmöglichen Abschluss. IGSen mit Oberstufe ermöglichen Abschlüsse bis zum Abitur, ohne die Schule wechseln zu müssen. Wir GRÜNE setzen uns dafür ein, neu gegründete Schulen in Wiesbaden als IGSen mit Oberstufe einzurichten.

Unsere Kinder wachsen in einer digitalen Welt auf. Sie brauchen Kompetenzen, um sich selbstbestimmt und kritisch in dieser zu bewegen. Wir GRÜNE setzen uns für eine zeitgemäße Medienbildung an Schulen ein, die Chancen der Digitalisierung nutzt und gleichzeitig vor deren Risiken schützt. Das Medienzentrum in Wiesbaden ist eine wichtige Unterstützung für Schulen, um Medienbildung umsetzen zu können. Es stellt Schulen Soft- und Hardware sowie Unterstützung medienpädagogischer Arbeit sowie Unterstützung bei Medienprojekten beispielsweise zu Themen wie Desinformation, Extremismus und KI zur Verfügung. Wir wollen, dass das Wiesbadener Medienzentrum ausreichend Ressourcen hat, um alle Schulen gut unterstützen zu können. Auch möchten wir Kooperationen im Bereich IT und Medienbildung von Schulen und unseren Hochschulen unterstützen.

Die Nutzung digitaler Endgeräte erhöht die Chance auf eine stärkere Individualisierung des Unterrichts. Individualisierung bedeutet, dass die Kinder und Jugendlichen passend zum individuellen Leistungsstand Aufgaben mit direktem Feedback bekommen und unterschiedliche Zugänge zu Lerninhalten ermöglicht werden. So können Schüler*innen gezielt gefördert bzw. gefordert werden. Wir wollen Verlässlichkeit beim 1:1-Projekt. Dabei soll die Ausstattung der Schüler*innen mit Tablets ab der 5. Klasse (bzw. nach Wunsch der Schule ab der 7. Klasse) gewährleistet werden. Somit können Unterrichtskonzepte, die die Vorteile der Geräte für sich nutzen, langfristig entwickelt und umgesetzt werden.

Bildungssprache ist ein wesentlicher Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe. Kinder ohne ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache sind von Anfang an in der Schule und später im Beruf benachteiligt. Verbindliche Sprachtests müssen mindestens zwei Jahre vor der Einschulung vorgenommen werden. Bei nicht ausreichenden Sprachkenntnissen werden die Kinder durch verbindliche Angebote in KiTa und Vorschule gefördert. Dies ermöglicht die künftige erfolgreiche Teilhabe am Unterricht.

Schulbibliotheken sind mehr als Büchersammlungen – sie sind Lernorte, die kritisches Denken fördern, Medienkompetenz vermitteln und soziale Begegnungen ermöglichen. Wir wollen  deshalb das Stadtschulbudget flexibilisieren und  die Bildungsinfrastruktur mit dem Ausbau von Bücherbussen vor Ort stärken und  so ein wirksames und chancengerechtes Angebot für alle Kinder schaffen.

Wir wollen die Schulen in den äußeren Stadtteilen durch gezielte, verlässliche und häufigere Busverbindungen (Ringlösungen, Schulbusse) sowie durch günstige Tickets für Schüler*innen stärken. Schulwege wollen wir sicherer machen durch bessere Fahrradwege, Abstellmöglichkeiten, attraktivere Fußwege und Schulzonen zur Reduktion der Gefahren durch „Elterntaxis“ vor Schulen. Durch die Schaffung wohnortnaher Stadtteilschulen wollen wir lange Schulwege und Autoverkehr reduzieren und die Vernetzung mit Grundschulen, Jugendzentren, Bibliotheken, Vereinen und Betrieben fördern. So werden Bildung und Gemeinschaft gestärkt.

Wir GRÜNE setzen uns entsprechend dafür ein, dass Kinder und Jugendliche weiterhin günstig mit dem WI10/15-Ticket in Wiesbaden und Mainz Bus fahren können und die Infrastruktur für den sicheren Schulweg kontinuierlich verbessert wird.

Um Kinder und Jugendliche mit spezifischen Herausforderungen besser fördern zu können, also Inklusion zu ermöglichen, wollen wir, dass  die Teilhabeassistenzen zukünftig an die Schulen angegliedert werden. Teilhabeassistenzen (THA) ermöglichen die gleichberechtigte Teilhabe von Schüler*innen am Schulunterricht und am Schulleben. Teilhabeassistenzen werden mit Unterstützung der Schule beim Amt für Soziales beantragt. Wir wollen, dass THAs zukünftig verstärkt in Organisation und Ablauf des Unterrichts eingesetzt werden. Hierdurch wird einerseits die Stigmatisierung des Einzelnen aufgebrochen und andererseits profitiert ein größerer Teil der Gemeinschaft. Im Einzelfall kann eine Einzelbetreuung weiterhin sinnvoll sein. Hierzu wollen wir eine Anpassung und Flexibilisierung der Stadtschulbudgets durchführen.

Nachhaltige und gerechte Bildung gelingt nur, wenn Grund- und weiterführende Schulen zu echten Ganztagsschulen werden. Sie ermöglichen allen Kindern – unabhängig von Herkunft oder familiären Ressourcen – Lernförderung, soziale Erfahrungen und vielfältige Angebote durch Kooperationen mit Vereinen und Bildungsanbietern. So profitieren besonders Kinder, die außerhalb der Schule weniger Unterstützung haben. Wir GRÜNE streben verbindlichen Unterricht ohne Ausfall bis in den frühen Nachmittag an sowie eine verlässliche Betreuung in den Jahrgängen 5 und 6 bis 17 Uhr. Damit schaffen wir mehr Bildungsgerechtigkeit und erleichtern zugleich die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Schulen mit eigener Mensa, in der frisch vor Ort gekocht wird, sichern allen Kindern eine ausgewogene, regionale, saisonale, ökologische und nachhaltige Mittagsverpflegung nach den Standards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).

Damit erhalten auch Kinder, deren Eltern mittags arbeiten und kein gesundes Essen zubereiten können, eine verlässliche Mahlzeit. So wird nicht nur die Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützt, sondern auch echte Bildungsgerechtigkeit gefördert: Jedes Kind kann gestärkt lernen, konzentriert arbeiten und am sozialen Miteinander in der Mensa teilhaben. Eine gesunde Ernährung beugt zudem langfristig ernährungsbedingten Erkrankungen wie Übergewicht, Adipositas oder Diabetes vor. Mensen sind damit nicht nur Orte der Essensversorgung, sondern auch wichtige Gemeinschaftsräume, die soziale Teilhabe und Gesundheit gleichermaßen fördern.

Moderne Schulen (insbesondere auch Ganztagsschulen) benötigen flexible Raumkonzepte, die individuelles Lernen, Zusammenarbeit und Rückzug gleichermaßen ermöglichen. Durch die gezielte Schaffung von Multifunktionsräumen, Spiel- und Sportflächen wollen wir nicht nur selbstbestimmtes Lernen, soziale Interaktion und kreative Entfaltung fördern, sondern gleichen auch Nachteile aus: Kinder, die zu Hause wenig Platz, Unterstützung oder Anregung haben, profitieren hier besonders. Hochwertige Lernumgebungen sind daher ein Schlüssel zu mehr Bildungsgerechtigkeit, weil sie allen Kindern vergleichbare Chancen eröffnen, ihre Talente zu entdecken und ihr Potenzial voll zu entfalten.

Seit 2022 haben wir GRÜNEN daran mitgewirkt und wollen auch weiterhin den Sanierungsstau an Schulen auflösen und Gebäude nachhaltig, energieeffizient und modern gestalten. Denn gute Lernbedingungen sind eine zentrale Frage der Bildungsgerechtigkeit: Alle Kinder verdienen zeitgemäße Räume, die Konzentration, Gesundheit und Chancengleichheit fördern – unabhängig davon, ob sie in einem Neubau oder einem historischen Schulgebäude lernen. Bei denkmalgeschützten Schulen setzen wir auf kreative Lösungen, die den Erhalt wertvoller Bausubstanz mit moderner Technik und Energieeffizienz verbinden. Wir forcieren Dachbegrünungen, Photovoltaikanlagen und nachhaltige Bauweisen und verpflichten uns, beim Neubau konsequent die Leitlinien für ökologisches Bauen öffentlicher Gebäude umzusetzen.

Steigende Temperaturen erschweren konzentriertes Lernen – besonders für Schüler*innen, die zu Hause keine kühlen Rückzugsorte haben. Deshalb gestalten wir Schulgebäude klimaresilient: durch Verschattung, Dach- und Fassadenbegrünung sowie entsiegelte Schulhöfe. Gerade mit dem Ausbau von Ganztagsschulen ist es entscheidend, dass Schüler*innen dort den ganzen Tag über unter guten Bedingungen lernen, spielen und sich erholen können. So schaffen wir Aufenthaltsqualität, Gesundheitsschutz und faire Lernchancen. Für Bildungsgerechtigkeit gilt: Nur wenn Schulen klimaangepasst sind, haben alle Kinder und Jugendliche – unabhängig von Herkunft oder Wohnumfeld – die gleichen Möglichkeiten zu lernen und ihr Potenzial zu entfalten.

Was wir bereits erreicht haben

Im Jahr 2024 wurde die Teilfortschreibung des Schulentwicklungsplans beschlossen, die die Einführung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung in Grundschulen und Förderschulen Wiesbadens regelt. Dieser Schritt stellt sicher, dass alle Kinder ab dem Schuljahr 2026/27 einen Anspruch auf Ganztagsbetreuung haben, was die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Eltern verbessert.

Bereits 62 % der Grundschulkinder nutzen nun ein Nachmittagsbetreuungsangebot. Damit ist ein großer Schritt zur Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung geschafft.

Im Dezember 2021 wurde der aktualisierte Schulentwicklungsplan für die Jahre 2022 bis 2026 unter Beteiligung der Schulgemeinden und des Stadtelternbeirates verabschiedet. Dieser Plan legt die strategische Ausrichtung der Schulentwicklung in Wiesbaden fest, einschließlich der Sicherstellung wohnortnaher Bildungsangebote und der Integration qualitativer Aspekte wie Inklusion und Digitalisierung. Wir GRÜNE haben diesen Plan maßgeblich unterstützt und damit einen langfristigen Rahmen für die schulische Entwicklung geschaffen.

Seit 2022 haben wir GRÜNE an der Investition von über 500 Millionen Euro mitgewirkt. Wir haben die Sanierung und Modernisierung der Wiesbadener Schulen konsequent vorangetrieben. Für die Sanierung von Toiletten wurde ein eigenes Sanierungsprogramm mit rund 2,5 Mio. Euro aufgelegt, von dem bisher knapp 20 Schulen profitiert haben. Zahlreiche Neubau-, Erweiterungs- und Sanierungsprojekte wurden beschlossen oder bereits umgesetzt. Wir investieren in energieeffiziente Gebäude, moderne Lernräume und barrierefreie Zugänge, um ein zeitgemäßes und inklusives Lernumfeld zu schaffen und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Durch den verstärkten Einsatz der städtischen WiBau als Baugesellschaft sorgen wir für effiziente und zügige Abläufe und Umsetzungen.

Knapp 10.000 Schüler*innen besuchen die fünf beruflichen Schulen am Wiesbadener Berufsschulzentrum. Mit dem Neubau der Friedrich-Ebert-Schule haben wir den Ausbau des Berufsschulcampus weiter vorangetrieben. Die duale Ausbildung trägt maßgeblich zum wirtschaftlichen Erfolg der Region bei. Daher haben wir uns erfolgreich für die Beibehaltung der Ausbildungsstandorte in Wiesbaden eingesetzt.

Wir haben uns für die Förderung inklusiver Bildungsangebote und die Integration digitaler Lernmittel für den Unterricht eingesetzt. Wiesbaden investiert nun konsequent in die digitale Ausstattung seiner Schulen. Zum Schuljahr 2022/23 wurden alle Schulen der Stadt mit leistungsfähigen Glasfaseranschlüssen ausgestattet – kleinere Schulen mit 500 Mbit/s, größere mit 1 Gbit/s. Mit dem Medienentwicklungsplan 2022–2025 wird zudem festgelegt, wie digitale Endgeräte, Präsentationstechnik und IT-Infrastruktur kontinuierlich erweitert und modernisiert werden, um zeitgemäßes Lernen und Lehren in allen Schulformen zu ermöglichen. Der Plan sieht ausdrücklich den Ausbau der personellen Kapazitäten am Medienzentrum zur Unterstützung der Schulen vor – für besseren technischen Support und passgenaue Fortbildungsangebote in den Schulen. So sorgen wir dafür, dass Digitalisierung in Wiesbaden nicht nur technische Aufrüstung bedeutet, sondern auch eine pädagogische Chance: für selbstbestimmtes und individuelles Lernen, kreativen Umgang mit Medien und faire Bildungschancen in einer digitalen Welt.

Wir haben die digitale Bildung in Wiesbaden deutlich vorangebracht. Die Lehrkräfte sind inzwischen mit mobilen Endgeräten ausgestattet. Mit dem Projekt „1:1-Ausstattung ab Klasse 5“ – optional nach Konzept der jeweiligen Schule auch ab Klasse 7 – schaffen wir digitale Chancengleichheit: Jedes Kind soll Zugang zu einem eigenen Tablet haben, unabhängig vom Einkommen der Eltern. Um dieses Ziel zu erreichen, setzt Wiesbaden auf eine elternfinanzierte Ausstattung mit Bezuschussung durch die Landeshauptstadt („Get Your Own Device“- Modell). Einkommensschwache Familien erhalten das Tablet kostenfrei und geben es bei Beendigung der Schulzeit oder Wegzug zurück. Das Medienzentrum übernimmt die zentrale Geräteverwaltung mit von der Schule festgelegter Konfiguration sowie Support.

Wir haben die Schulsozialarbeit in Wiesbaden deutlich gestärkt: Seit 2025 gibt es an allen Haupt- und Realschulen, Integrierten Gesamtschulen, Berufsschulen und auf Basis des Sozialindex an ausgewählten Grundschulen professionelle Sozialarbeiter*innen vor Ort. Sie sind direkte Ansprechpartner*innen für Schüler*innen, Eltern und Lehrkräfte – sei es bei schulischen, sozialen oder persönlichen Herausforderungen. Die Schulsozialarbeit leistet Präventionsarbeit, unterstützt bei Konflikten und Krisen und fördert die soziale Entwicklung der Kinder und Jugendlichen. Durch die flächendeckende Präsenz an den Schulen tragen wir dazu bei, die Chancengleichheit zu erhöhen, den Zusammenhalt zu stärken und Kindern ein sicheres, unterstützendes Lernumfeld zu bieten.

Wir haben ein weiteres wichtiges Projekt auf den Weg gebracht, nachdem bereits die Oranienschule 350.000 Euro erhalten hat: Drei weitere Wiesbadener Schulen – die Diltheyschule, Hermann-Ehlers-Schule und Gustav-Stresemann-Schule – werden durch Schulhofentsiegelung und vielfältige Begrünung zu lebendigen Lern- und Lebensräumen umgestaltet. Mit über 1,2 Millionen Euro aus Bundesförderung und städtischen Eigenanteil wird Heimat für Biodiversität geschaffen – Schatten spendend, Wasser zurückhaltend und Hitzereduzierend. Kleinbiotope, barrierefreie Gestaltung und naturnahe Erkundungsflächen bieten Schüler*innen praktische Umweltbildung. Die Umgestaltung erfolgt von 2028 bis 2029 – ein sichtbarer Schritt hin zu klimaresilienten Schulen und verbinden Klimaschutz mit innovativen Bildungskonzepten.

Auf Initiative von uns GRÜNEN ist in Wiesbaden das WI15-Ticket eingerichtet worden, mit dem Kinder und Jugendliche aus Wiesbaden bis zu ihrem 18. Geburtstag den ÖPNV in ganz Hessen und Mainz für nur 15 € im Monat nutzen können. Familien mit geringem Einkommen zahlen nur 10 €. Trotz der jüngsten Erhöhung des regulären Schülertickets Hessen durch den RMV auf rund 32€ pro Monat hält die Stadt Wiesbaden den Preis des WI15-Tickets stabil. So werden Familien gezielt in Zeiten von Inflation und steigenden Lebenshaltungskosten entlastet. Mit Einführung eines digitalen Antragsverfahrens haben wir die Antragstellung in der Schülerbeförderung vereinfacht.

Sichere Radwege erleichtern insbesondere Kindern den selbstständigen und gefahrenärmeren Schulweg. Deshalb haben wir zum Beispiel zwei schulnahe Straßen, die Lessingstraße und die Mosbacher Straße, in Fahrradstraßen umgewandelt.

Herkunft darf aus unserer Sicht nicht über den schulischen Erfolg entscheiden. Mit dem neuen noch von der letzten Bundesregierung initiierten Startchancenprogramm sollen daher gezielt Schulen mit einem hohen Anteil sozial benachteiligter Schüler*innen unterstützt werden. Wiesbaden erhält rund 26 Mio. Euro Bundesmittel und bringt weitere Eigenmittel in Höhe von 11 Mio. Euro ein. Diese Mittel fließen an 17 Grundschulen, 6 weiterführenden Schulen und 2 beruflichen Schulen, damit dort klimagerechte, barrierefreie, förderliche Lernumgebungen, Bewegungs- und Sportmöglichkeiten entstehen können, aber auch personelle Verstärkungen, wie zum Beispiel durch Schulpsychologen und sozialpädagogische Fachkräfte können darüber finanziert werden.