Arbeitskreis Gesundheit und Soziales



Grüne Konzepte für mehr Gerechtigkeit

Das Spektrum von Sozialpolitik ist riesig und berührt vielfach andere Politikbereiche insbesondere die Bereiche Schule und Ausbildung, Wirtschaft und Beschäftigung sowie Gesundheit.  
Ein Beispiel hierfür ist: Ein geringer Ausbildungsgrad kann zu Armut führen und ist vielfach Ursache dafür, nicht aus dem Sozialhilfebezug herauszukommen. Aber auch schlechte Arbeitsbedingungen und körperliche Überanstrengungen im Job beeinträchtigen die Gesundheit der Betroffenen. Dies sind wesentliche Ursachen dafür, dass auch heute festgestellt werden kann: Armut korreliert vielfach mit Beschäftigung und Gesundheit. Aber es geht im sozialen Bereich vor allem auch um gesellschaftliche Teilhabe -sich nicht ausgegrenzt fühlen, mitgenommen zu werden. Dies trifft u.a. sowohl auf den Bereich Seniorenpolitik als auch auf den Bereich sozialer Benachteiligung bzw. Armut zu.
Transferleistungen alleine greifen hier zu kurz. Es müssen individuelle bedarfsgerechte Angebote vorhanden sein. Bessere Teilhabemöglichkeiten gilt es auch für Menschen mit Behinderungen zu schaffen. Barrierefreiheit muss ein tragendes Leitprinzip kommunalpolitischer Entscheidungen sein. Der Nachholbedarf ist weiterhin groß.     
Sozialpolitik ist aber auch Familienpoltik. Ein großes Thema ist hier natürlich auch die Kinderbetreuung, die auch dafür Sorge trägt, dass Eltern Kinder und Beruf vereinbaren können und heutzutage nach wie vor insbesondere Frauen ihren eigenen Weg gehen können und von ihrem Partner unabhängig sein können. Kinderbetreuung ist aber auch Bildung. Bildung von Anfang an. Frühkindliche Bildung wurde in der Vergangenheit vielfach unterschätzt. Heute ist man schlauer. Ganztagsplätze sind das A und O, weshalb wir aktuell vehement das Modell der KOA mit kostenfreien Halbtagsplätzen und dem Beitragssprung von bis zu 250 Euro für Ganztagsplätze ablehnen. Es fördert den Weg der Frauen an Haushalt und Herd und verhindert den frühkindliche Bildung vielfach gerade der Kinder, die von einem Ganztagsplatz profitieren würden.
Ein letzter wichtiger Aspekt der Sozialpolitik ist die Jugendpolitik. Angebote an Jugendliche sollten sowohl das solidarische Miteinander als auch die Eigeninitiative und Verantwortung fördern. Der Spaßfaktor darf dabei natürlich auch nicht zu kurz kommen. Neben den Jugendzentren und der wichtigen mobilen Jugendarbeit möchten wir auch Angebote an Jugendliche in anderen Bereiche, z.B. bei Freizeit und Sport unterstützen.

Ziele des AK Gesundheit und Soziales:

  • Wissenstransfer und Diskussionsforum für Laien und Experten
  • Grüne Positionen im Bereich Gesundheit und Soziales formulieren und weitervermitteln via Internet / Mitgliederversammlung / Rathausfraktion
  • Netzwerkarbeit (Landesarbeitsgemeinschaft Soziales, sonstige externe Verbände...)
  • Konzepterarbeitung für die Kommunalpolitik
  • Öffentlichkeitsarbeit: Organisation von Podiumsdiskussionen und sonstiger Veranstaltungen zu Gesundheits- und Sozialthemen

Aktuelle Themen:

  • Gesellschaftliche Teilhabe von sozial Benachteiligten verbessern
  • Kinderbetreuung weiterentwickeln: Kitaplätze ausbauen; Gebühren gerecht gestalten; Vernetzung mit Eltern (KIEZ) und Schule weiterentwickeln
  • Zukunft der HSK als Kommunale Klinik sichern
  • Pflege insbesondere Palliativpflege verbessern
  • Suchtprävention ausbauen
  • sozial gebundenen Wohnungsbau ausweiten; Mieten niedrig halten
  • Gemeinschaftliche Wohnprojekte unterstützen
  • Mitsprache von Jugendlichen ernst nehmen
  • Jugendzentren und mobile Jugendarbeit stärken
  • Familien unterstützen

Der Arbeitskreis ist für Mitglieder und Nicht-Mitglieder gleichermaßen offen, wir freuen uns über neue MitstreiterInnen! Termine siehe rechte Spalte.

Sprecher: Christoph Leng
E-Mail: ak-gs@gruene-wiesbaden.de

URL:http://gruene-wiesbaden.de/mitmachen/thematische-mitarbeit/ak-gesundheit-und-soziales/