Wiesbaden als attraktiver Bildungs- und Hochschulort

Wiesbaden ist ein lebendiger Bildungs- und Hochschulstandort mit mehr als 14.000 Studierenden. Dazu kommen Berufsschulen für unterschiedlichen Ausbildungsgängen, von der Anlagenmechanikerin bis zu sozialpädagogischen Berufen.

Unsere Hochschulen in Wiesbaden sind zentrale Motoren für die wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Entwicklung unserer Stadt. Hochschulen sind Orte der Ideen, der Begegnung und der Zukunftsgestaltung. Sie sichern und schaffen Arbeitsplätze, treiben Innovationen voran und bereichern das Leben vor Ort: Forschung und Lehre greifen Themen aus der Region auf und entwickeln neue Ideen für die Zukunft. Damit sind sie wertvolle Partnerinnen auf dem Weg zu einer nachhaltigen, gerechten und lebenswerten Stadt. Alle, die sich hier ausbilden lassen und studieren, bringen frischen Wind in unsere Stadt und sind der lebendige Beweis dafür, dass Wiesbaden mehr Angebote für junge Menschen braucht. Wir GRÜNE wollen dafür Türen öffnen und es denen leichter machen, die sich mit kreativen Ideen einbringen wollen.

Wir GRÜNE wollen ihre Entwicklung aktiv unterstützen und damit dazu beitragen, dass Wiesbaden ein attraktiver Bildungs- und Wissenschaftsstandort bleibt – und zugleich eine Stadt, in der junge Menschen gerne studieren, forschen und leben.

Was Politik für einen attraktiven Bildungs- und Hochschulstandort für uns bedeutet

Starker Wissenstransfer

Der Austausch zwischen Hochschulen und Stadt ist ein wechselseitiger Prozess: Die Hochschulen gewinnen Impulse aus der Stadtgesellschaft und die Stadt profitiert von Fachwissen, der Beratung und innovativen Ansätzen aus der Forschung – bei der Lösung von Fragen im Sozialbereich genauso wie im Verkehrs- und Umweltbereich.

Gute Rahmenbedingungen

Damit Wiesbaden ein attraktiver Hochschulstandort bleibt, setzen wir uns für eine Weiterentwicklung des Campus der Hochschule RheinMain ein, für die Förderung gemeinsamer Projekte und eine bessere Sichtbarkeit von Hochschulen als Teil des städtischen Bildungslandschaft.

Wohnraum für Studierende

Viele Studierende nehmen weite Fahrtwege aus dem Umland nach Wiesbaden in Kauf, da sie hier keinen bezahlbaren Wohnraum finden. Damit Studieren und Leben nicht an hohen Mieten scheitert, braucht es mehr Studierendenwohnheime in Wiesbaden.

Bildungsangebote auch für ältere Menschen

Bildung und Alter gehören für uns zusammen. Bildungsangebote im Alter müssen sich am individuellen Lebenslauf und an der Lebenswelt älterer Menschen orientieren. Wir wollen die Akademie für Ältere in Wiesbaden als Netzwerk der Bildungsträger*innen in Wiesbaden bei der Koordination und Entwicklung neuer Angebote unterstützen.

Was wir konkret in diesem Bereich tun wollen

Wir wollen den Mangel an bezahlbarem Wohnraum in Wiesbaden gezielt angehen. Viele junge Menschen, die studieren oder eine Ausbildung machen, können sich marktübliche Mieten nicht leisten. Deshalb schaffen wir zusätzliche, bezahlbare Wohnangebote für Studierende und Auszubildende, um ihnen eine verlässliche Perspektive in der Stadt zu bieten.

Um dieses Ziel zu erreichen, wollen wir das Studierendenwerk und andere Träger beim Bau neuer Wohnplätze stärker unterstützen. Auch die städtischen Wohnungsbaugesellschaften sollen einen klaren Beitrag zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für Studierende und Auszubildende leisten. Dabei sollen studiennahe Angebote zur Kinderbetreuung mitgedacht werden. Zudem unterstützen wir das Studierendenwerk aktiv bei der Suche nach geeigneten Grundstücken für neue Wohnheime. Ein konkretes Projekt ist die Entwicklung eines Studierenden- und Azubi-Wohnheims am Rande des neu geschaffenen Elsässer Parks in Zusammenarbeit mit dem Studierendenwerk.

Wir GRÜNE wollen die Zusammenarbeit insbesondere mit der Hochschule RheinMain und Fresenius intensivieren, um die Potenziale der Fachbereiche für die nachhaltige Weiterentwicklung noch stärker zu nutzen. Dafür stärken wir die Stabsstelle Hochschule in der Landeshauptstadt.

Jugendliche können sich über das Jugendparlament (JuPa), den Stadtschüler*innenrat (SSR) und den Stadtjugendring (SJR) bereits bei der Gestaltung politischer Entscheidungen beteiligen. Wir wollen künftig auch an Möglichkeiten der Beteiligung von Studierendenvertretungen wie der AStA an unseren Hochschulen arbeiten.

Die Gesundheitsbranche steht in den kommenden Jahren vor großen Herausforderungen bei der Gewinnung qualifizierter Fachkräfte. Wir möchten daher die Einrichtung eines Gesundheitscampus prüfen, auf dem Ärzt*innen, Pflegekräfte und weitere Gesundheitsberufe gemeinsam ausgebildet werden können. Ein Standort in direkter Nähe zu einem Wiesbadener Krankenhaus würde eine enge Verbindung von Theorie und Praxis ermöglichen.

Die Hochschule RheinMain bündelt ihre Fachbereiche am Campus Kurt-Schumacher-Ring und benötigt dort Flächen für künftige Entwicklungen sowie dringend benötigten studentischen Wohnraum. Da die Feuerwache 1 auf dem Gelände des entsprechenden Bebauungsplans liegt und selbst erneuerungsbedürftig ist, soll ein neuer Standort für ihren Neubau gefunden werden. Der bisherige Standort könnte anschließend der Hochschule RheinMain zur Verfügung gestellt werden.

Wir unterstützen den Hochschulsport dabei, mehr Zeiten in städtischen Turnhallen zu bekommen. Dabei ist uns wichtig, dass die Hallen optimal ausgelastet sind und auch die Vereine ausreichend Zeiten erhalten. Wir setzen uns für ein digitales Tool ein, das den Verantwortlichen eine transparente Übersicht und einfache Reservierung freier Hallenzeiten ermöglicht.

Da die bisherige Kooperation zwischen dem Asta der Hochschule RheinMain und nextbike ausläuft, setzen wir uns dafür ein, dass ein Leihrad-Angebot in der Stadt erhalten bleibt. Wir prüfen, ob die Landeshauptstadt das Leihrad-Angebot mit Nextbike oder einem anderen Anbieter fortführen kann.

Wir wollen die Akademie für Ältere in Wiesbaden als Netzwerk der Bildungsträger*innen in Wiesbaden bei der Koordination und Entwicklung neuer Angebote unterstützen.

Für ein lebendiges studentisches Nachtleben in Wiesbaden setzen wir uns weiterhin für eine*n Nachtbürgermeister*in ein. Diese Stelle soll Gastronomie, Kultur, Verwaltung und Anwohner*innen vernetzen, Konflikte abbauen und neue Impulse für die Club- und Kulturszene schaffen. Wir wollen außerdem den Veranstaltungskalender der Stadt Wiesbaden in der App „Alles Wiesbaden“ mobil erlebbar machen und damit die Sichtbarkeit der Kultur weiter erhöhen.

Der ÖPNV muss junge Menschen auch abends zuverlässig in die Stadt und zurück bringen. Die Nightliner der ESWE Verkehr verbinden Innenstadt und Vororte sicher und günstig, ermöglichen den Besuch von Freizeit- und Kulturangeboten und sorgen dafür, dass alle Jugendlichen, Auszubildenden und Studierenden unabhängig von Wohnort und Budget mobil bleiben. Das wollen wir sicherstellen.

Was wir bereits erreicht haben

Wir GRÜNE haben mit dafür gesorgt, dass mehr als 40 Millionen Euro in den bestehenden Berufsschulcampus investiert wurden. So haben wir nicht nur die Berufsschulen modernisiert, sondern auch zukunftsfähig gemacht. Hierdurch wurde der Ausbildungsstandort Wiesbaden in seiner Bedeutung gestärkt und die Anzahl von Ausbildungsplätzen bleibt nicht nur erhalten, sondern kann ausgeweitet werden.

Bei verschiedenen Bauprojekten, wie etwa dem Kulturcampus, konnten im Rahmen einer Kooperation mit der Hochschule RheinMain städtebauliche und architektonische Varianten für eine Realisierung dargestellt werden. Das Zukunftswerk im Luisenforum, in dem smarte Lösungen für unsere Stadt gemeinsam mit Bürger*innen entwickelt werden, wird durch weitere Impulse der Hochschule Fresenius bereichert. Veranstaltungsreihen wie „Wissenschaft findet Stadt“ und unter anderem Ausstellungen von Studierenden erhöhen die Sichtbarkeit der Hochschule in der Stadt. Beide Hochschulen sind auch Mitglied im von der Stadt Wiesbaden initiierten Industriebeirat, einem kommunalen Gremium für einen verbindlichen Dialog zwischen Politik, Verwaltung und Industrie. Unter Leitung unserer GRÜNEN Dezernentin und Bürgermeisterin bringt der Industriebeirat Unternehmen, Kammern, Gewerkschaften und Wissenschaft zusammen, um gemeinsam an einer nachhaltigen wirtschaftlichen Transformation zu arbeiten. Statt Einzelinteressen stehen Kooperation, Klimaschutz und Fachkräftesicherung im Mittelpunkt.

In der Hollerbornstraße konnte 2025 der Neubau eines Wohnheimes mit angegliederter Kita bezogen werden. In Zusammenarbeit zwischen Land, Stadt, Studierendenwerk und Hochschule wurde 2025 am neuen Hochschulquartiers am Campus Kurt-Schumacher-Ring ein neues Wohnheim mit mehr als 400 Plätzen eröffnet. Die integrierte Kita sorgt dafür, dass das Studieren mit Kind leichter möglich ist.

Durch den Bau von Business-Appartements in der Herderstraße, ein Modellprojekt für Azubi-Wohnen und den Bau von Betriebswohnungen auf dem Gelände der Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken (HSK) durch die GWW sichern wir bezahlbaren Wohnraum für wichtige Berufsgruppen, fördern Fachkräftebindung und zeigen, dass die Stadt Wiesbaden strategisch auf die Bedarfe des Arbeitsmarktes reagiert.

Die WiTECH Alliance wurde im Januar 2024 ins Leben gerufen. Sie vernetzt Wiesbadener Tech- und IT-Unternehmen und fördert innovative, digitale Projekte. So entsteht ein starkes lokales Technologie-Ökosystem, das Gründer*innen, Start- ups und Unternehmen gleichermaßen unterstützt und die Stadt als digitalen Innovationsstandort stärkt.

Die Chancenplattform wurde im Rahmen der Fachkräfteinitiative WI WORK LIFE | Industrie im Jahr 2022 ins Leben gerufen. Sie bietet Bürger*innen digitale Unterstützung bei Bildung, Ausbildung und Karriere und erleichtert den Zugang zu Jobangeboten, Weiterbildungen und Ausbildungsplätzen in Wiesbaden.

Das Ausbildungsradar wurde im Jahr 2025 eingeführt. Über diese digitale Plattform können Unternehmen geeignete Bewerber*innen, die sie aus Kapazitätsgründen nicht einstellen können, an andere Wiesbadener Unternehmen weiterempfehlen. So bleiben Ausbildungsmöglichkeiten in der Region transparent und leicht zugänglich.

Das Forum Fachkräfteinitiative Industrie wurde im Jahr 2022 gegründet. Es vernetzt Fachkräfte digital und unterstützt Unternehmen dabei, Talente zu finden und zu fördern. Gleichzeitig erleichtert es den fachlichen Austausch zwischen Wirtschaft, Bildungseinrichtungen und Organisationen, um die Fachkräftebindung in Wiesbaden zu stärken.

Mit dem Heimathafen im Alten Gericht fördert die Stadt Wiesbaden ein Gründerzentrum in direkter Nachbarschaft der Fresenius-Hochschule. Auch die RheinMain StartUpLabs, die Gründungsinitiative der Hochschule RheinMain, ist über den Runden Tisch an das Gründer*innen-Ökosystem Wiesbadens eingebunden.