GRÜNE Wiesbaden stimmen Maracuja-Koalitionsvertrag zu

Wiesbaden, 22. August 2026 – Die Mitglieder von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Wiesbaden haben dem ausgehandelten Koalitionsvertrag am Samstag im Bürgersaal der Galatea-Anlage in Biebrich mit 85 Prozent nach einer intensiven Diskussion mit unterschiedlichen Perspektiven zugestimmt. Damit ist der Weg für den Eintritt der GRÜNEN in die neue Maracuja-Koalition im Wiesbadener Rathaus frei.
„Wir haben in den vergangenen sieben Wochen intensiv und konstruktiv verhandelt. Das Ergebnis ist ein tragfähiger Koalitionsvertrag, der wichtige Impulse für die Zukunft Wiesbadens setzt und eine starke grüne Handschrift trägt. Wir treten selbstbewusst in diese Koalition ein und wollen die kommenden Jahre nutzen, um für Wiesbaden konkrete Verbesserungen zu erreichen“, erklärt der Co-Kreisvorsitzende Daniel Schmitt.
Die GRÜNEN wollen in der neuen Koalition dafür sorgen, dass Wiesbaden ökologisch und sozial bleibt. Zu den zentralen Schwerpunkten gehören ambitionierter Klimaschutz und Klimaanpassung, Stadtentwicklung und Umweltschutz, nachhaltige Mobilität, der Erhalt und Ausbau der städtischen Infrastruktur sowie starke Sozialpolitik. Gleichzeitig setzt sich die Partei für eine verantwortungsvolle Finanzpolitik ein, die klare Prioritäten mit langfristiger Handlungsfähigkeit verbindet.
„Die heutige Entscheidung ist ein starkes Signal unserer Mitgliedschaft. Sie zeigt: Die GRÜNEN sind bereit, in einer neuen Koalition weiterhin Verantwortung für Wiesbaden zu übernehmen und die Zukunft unserer Stadt aktiv zu gestalten”, sagt die Co-Kreisvorsitzende Rebecca Thomas.
Der Kreisverband dankt allen Mitgliedern, die sich in den vergangenen Monaten engagiert in die Koalitionsverhandlungen eingebracht haben. Mit dem heutigen Beschluss haben die Wiesbadener GRÜNEN die Grundlage für die nächsten Schritte zur Bildung der neuen Rathauskoalition gelegt. Gemeinsam mit ihren neuen Koalitionspartnern wollen sie ihre erfolgreiche Arbeit fortsetzen und Wiesbaden ökologisch, sozial gerecht und zukunftsfest weiterentwickeln.
Verantwortung für zwei zentrale Dezernate
Ein wesentlicher Bestandteil des Verhandlungsergebnisses ist die künftige Dezernatsverteilung. Bis 2029 übernehmen die GRÜNEN – ebenso wie die CDU – Verantwortung für zwei Dezernate. Christiane Hinninger und Andreas Kowol bleiben bleiben als Bürgermeisterin bzw. als Dezernent im Amt und übernehmen Verantwortung für zwei besonders gewichtige Bereiche, die den politischen Schwerpunkten der grünen Partei unmittelbar entsprechen: das Dezernat für Soziales und Gesundheit sowie das Dezernat der Bürgermeisterin für Umwelt und Stadtentwicklung. Die GRÜNEN bewerten die Dezernatsverteilung als ausgewogene und dem Kräfteverhältnis in der Koalition entsprechende Lösung.
„Natürlich ist es für uns GRÜNE schmerzhaft, das Verkehrsdezernat abzugeben. Mit einem ausgewogen Koalitionsvertrag, der alle Mobilitätsarten in den Blick nimmt, haben wir jedoch wichtige verkehrspolitische Erfolge gesichert und die Weichen dafür gestellt, dass das Verkehrssystem in unserer Stadt auch in den nächsten fünf Jahren nachhaltiger, sicherer und leistungsfähiger wird. Ein Bündnis über die verkehrspolitischen Lager hinweg bietet hierbei die Chance, die oft hitzigen Diskussionen zu befrieden und zu mehr Gemeinsamkeit bei der Gestaltung der städtischen Mobilität zu kommen”, erklärt Daniel Schmitt.
„Wir sind sehr zufrieden, zwei politisch gewichtige Dezernate mit hohem politischen Gestaltungspotential bis 2029 zu führen und eines davon bis zum Ende weiterzuführen. Sowohl das Dezernat für Umwelt und Stadtentwicklung, welches auch die Bereiche Frauen und LSBT*IQ umfasst, als auch das Dezernat für Soziales und Gesundheit, welches ebenso Wohnen umfasst, sind Dezernate, die sehr gut zu unserem grünen sozial-ökologischen Parteiprofil passen. Die Dezernatsverteilung spiegelt auch das Kräfteverhältnis von uns gegenüber der CDU als auch gegenüber FDP und Volt fair wider”, so Rebecca Thomas.
Zur SPD sagt Rebecca Thomas: „Der Oberbürgermeister hat das Dezernatsverteilungsrecht. Dass die SPD das Dezernat für Schule und Kultur weiterführt, ist Ergebnis einer harten, aber fairen Verhandlung mit dem Oberbürgermeister. So konnten wir die gewünschte Dezernatsverteilung entsprechend der Verhandlungen mit den anderen Bündnispartnern umsetzen und insbesondere das Stadtplanungsamt, das vorher beim Oberbürgermeister lag, in unser Dezernat für Umwelt und Stadtentwicklung holen. Das war uns sehr wichtig, um tatsächlich wirksam Stadtentwicklung zu gestalten.”
Nun steht nur noch eine Formalie aus
Mit dem Beschluss der Mitgliederversammlung beginnt nun die gemeinsame Arbeit an der Umsetzung des Koalitionsvertrags. Die GRÜNEN werden ihre Verantwortung konstruktiv, sichtbar und mit klaren politischen Prioritäten wahrnehmen. Der nächste und letzte Schritt zur Koalition wird das Unterzeichnen des Koalitionsvertrags durch alle Koalitionspartner sein.
