Gleichstellung von LGBTQIA*

Eine offene, vielfältige und gerechte Stadtgesellschaft heißt, dass Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität sicher, sichtbar und selbstbestimmt leben können. In Wiesbaden erleben LGBTQIA*-Personen jedoch noch immer Diskriminierung, Unsichtbarkeit und Anfeindungen – im Alltag, im öffentlichen Raum oder in Institutionen. Für uns GRÜNE ist klar: Gleiche Rechte und Anerkennung sind nicht verhandelbar. Vielfalt stärkt unsere Demokratie und macht Wiesbaden lebenswerter für alle. Darum setzen wir uns für Sichtbarkeit, Schutzräume, diskriminierungsfreie Teilhabe und starke Netzwerke ein – von Kultur und Bildung bis zu Verwaltung und Stadtplanung.

Was Gleichstellung von LGBTQIA* für uns bedeutet

Kultur und CSD fördern

Queere Kulturangebote und der CSD sind wichtige Zeichen von Sichtbarkeit – sie verdienen verlässliche Förderung.

Gesundheit sichern

Bedarfsgerechte Gesundheits- und Beratungsangebote für LGBTQIA* sind Voraussetzung für gleiche Chancen.

Jugend fördern

Queere Jugendliche brauchen sichere Räume, Beratung und Angebote, die Akzeptanz und Teilhabe ermöglichen.

Diskriminierung bekämpfen

Wir treten gegen Anfeindungen ein und schaffen Strukturen, die Schutz und Unterstützung garantieren.

Sichtbarkeit stärken

Vielfalt gehört ins Zentrum der Stadt – LGBTQIA* müssen in Wiesbaden sichtbar und wertgeschätzt sein.

Was wir konkret in diesem Bereich tun wollen

Wir setzen uns dafür ein, dass alle öffentlichen Gebäude der Stadt über geschlechtsneutrale Räumlichkeiten verfügen, einschließlich Toiletten und – wo nötig – Umkleiden. Für viele Menschen der LGBTQIA*-Community bedeutet dies sichtbare Anerkennung, Sicherheit und Selbstbestimmung: Sie können Einrichtungen nutzen, ohne Angst vor Diskriminierung, Anfeindungen oder unangenehmen Situationen zu haben. Solche Räume sind ein konkretes Zeichen für Inklusion und Respekt und fördern ein offenes, vielfältiges Miteinander in Verwaltung, Schulen, Kultur- und Sporteinrichtungen.

Wir sichern die finanzielle Förderung des Christopher Street Days in Wiesbaden. Der CSD erinnert an den historischen Kampf der LGBTQIA*-Community für Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung – seit den Stonewall-Unruhen 1969 ein weltweites Symbol für Sichtbarkeit, Anerkennung und Vielfalt. Gerade angesichts eines gesellschaftlichen Rechtsrucks ist es wichtig, dass die Stadt Haltung zeigt und die Community unterstützt – auch wenn manche Unternehmen als Sponsoren abspringen. Durch die verlässliche Förderung setzen wir ein starkes Zeichen für Solidarität, Menschenrechte und gesellschaftliche Teilhabe.

Wir unterstützen queere Beratungs- und Hilfsangebote wie SCHLAU Wiesbaden. Sie sind wichtige Anlaufstellen gegen Diskriminierung und für Empowerment. Noch immer sind die Suizidzahlen unter queeren Jugendlichen deutlich höher – hier wollen wir aktiv gegensteuern. Deshalb setzen wir uns für die Sicherstellung von Präventions- und Selbsthilfeangeboten ein und fördern Schulaufklärungsinitiativen. Durch diese Maßnahmen schaffen wir Sicherheit, Schutzräume und Perspektiven für queere Jugendliche und stärken ihre gesellschaftliche Teilhabe.

Wir schaffen sichere Räume, in denen queere Jugendliche ihre Freizeit gestalten, Beratung erhalten und sich selbstbestimmt entwickeln können. Solche Räume sind entscheidend für Empowerment, Selbstvertrauen und gesellschaftliche Teilhabe – besonders in einer Zeit, in der queere Jugendliche noch immer Diskriminierung und Ausgrenzung erleben. Gemeinsam mit der Community vor Ort wollen wir Angebote entwickeln, die auf die Bedürfnisse der Jugendlichen in Wiesbaden zugeschnitten sind. So fördern wir Akzeptanz von klein auf und geben jungen Menschen die Sicherheit, sie selbst zu sein.

Aufklärungsprojekte können Schulen dabei unterstützen, Vorurteile gegen Menschen aus der queeren Community abzubauen und damit auch langfristig Gewalt gegen queere Personen zu verhindern. Gleichzeitig können solche Projekte queere Jugendliche dabei unterstützen, in der Stadtgesellschaft passende Beratungsangebote zu finden.

Queeres Leben soll im Stadtbild noch sichtbarer werden, so setzten wir uns für das Hissen der Regenbogenfahne an öffentlichen Gebäuden ein und wollen durch beispielsweise queere Ampelmännchenpaare, Regenbogenbänke und Regenbogenzebrastreifen, eine höhere Repräsentanz im Wiesbadener Stadtbild schaffen. Zusätzlich setzen wir uns dafür ein, dass in städtischen Publikationen und Werbekampagnen unabhängig vom Thema auch Lebensrealitäten von LGBTQIA*-Personen dargestellt werden.

Vereine und Verbände leisten unverzichtbare Arbeit – etwa in der Beratung, Prävention und Begleitung von Menschen mit HIV und AIDS sowie deren Angehörigen. Sie sind eine zentrale Anlaufstelle für die LGBTQIA*- Community und erfüllen wichtige gesellschaftliche Aufgaben. Wir GRÜNE setzen uns für eine kontinuierliche und verlässliche finanzielle Unterstützung dieser Organisationen ein, wie   z.B. Pro Familia e.V. und der AIDS-Hilfe Wiesbaden.

Ältere Menschen der LGBTQIA*-Community haben oft hart für Akzeptanz und Sichtbarkeit gekämpft. Sie wuchsen in einem Umfeld auf, das sie zusätzlich zur gesellschaftlichen Stigmatisierung auch durch Gesetze eingeschränkt hat. Häufig wirkt diese Ablehnung bis heute nach und sorgt dafür, dass ältere queere Menschen ihre Identität verstecken. Wir wollen gemeinsam mit dem Seniorenbeirat, queeren Vereinen und der LSBT*IQ-Koordinierungsstelle Konzepte erarbeiten, die queere Menschen im Alter stärken und sichtbar machen. Zusätzlich sollen Mitarbeiter*innen in städtischen Pflegeeinrichtungen gezielt im Umgang mit queeren Lebensrealitäten im Alter geschult werden.

Was wir bereits erreicht haben

Wir haben in der Stadtverwaltung Wiesbaden ein queeres Netzwerk gegründet. Es fördert den Austausch von LGBTQIA*-Mitarbeiter*innen, unterstützt die Umsetzung inklusiver Maßnahmen und sorgt dafür, dass queere Belange in alle Entscheidungen einfließen. Damit schaffen wir eine sichtbare, diskriminierungsfreie Arbeitsumgebung und stärken die Rechte und Anerkennung queerer Menschen in der Verwaltung. Dieses Netzwerk ist ein klarer Erfolg für Vielfalt, Gleichberechtigung und Teilhabe in Wiesbaden.

Wir haben das Budget des Christopher Street Days im Jahr 2025 erhöht, um die gestiegenen Kosten zu decken und damit dazu beigetragen, dass trotz abgesprungener Sponsoren der CSD in Wiesbaden stattfinden konnte. Durch die verlässliche Förderung setzen wir ein starkes Zeichen für Solidarität, Menschenrechte und gesellschaftliche Teilhabe.

Wir haben die Durchführung des Internationalen Tages gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie (IDAHOBIT) in Wiesbaden gesichert und finanziell unterstützt. Die Veranstaltung macht die Belange der LGBTQIA+-Community sichtbar, setzt ein deutliches Signal gegen Diskriminierung und fördert Anerkennung, Vielfalt und gesellschaftliche Teilhabe. Mit unserer Unterstützung konnte IDAHOBIT zu einem festen öffentlichen Forum werden, das Empowerment, Austausch und Sensibilisierung in der Stadtgesellschaft ermöglicht.

Wir haben die Arbeit von Warmes Wiesbaden e.V. unterstützt, damit queere Jugendliche in der Jugendgruppe „Birds of Pride“ sich sicher austauschen, Unterstützung erhalten und ihre Identität frei entfalten können. Durch unsere politische Förderung wurden die notwendigen Rahmenbedingungen und Ressourcen gesichert. Damit schaffen wir einen geschützten Raum für Empowerment, Vernetzung und Teilhabe und stärken die Sichtbarkeit und Akzeptanz queerer Jugendlicher in Wiesbaden.

Wir haben dem Queeren Zentrum Wiesbaden (QZ e.V.) eine Interimslösung bereitgestellt und den Umzug in die endgültigen Räume bis Ende 2025 ermöglicht. Das Zentrum bietet einen sicheren Ort für Beratung, Freizeit, Vernetzung und Empowerment der queeren Community. Durch unsere politische Unterstützung konnten Räume, Ausstattung und Betrieb gesichert werden. Damit schaffen wir sichtbare, geschützte Anlaufstellen, stärken die Teilhabe queerer Menschen und fördern ein vielfältiges, offenes Wiesbaden.

Wir haben die zweite Stelle in der LGBT*IQ-Koordinierungsstelle durchgesetzt und besetzt. Dadurch können Anliegen der queeren Community schneller bearbeitet, Maßnahmen umgesetzt und Schutz, Sichtbarkeit und Teilhabe nachhaltig gesichert werden.

Wir haben vierteljährlich einen Runden Tisch LSBT*IQ eingerichtet. Hier tauschen sich Verwaltung, Politik und Community über aktuelle Themen aus und entwickeln gemeinsam Maßnahmen, um Sichtbarkeit, Schutz und Gleichberechtigung zu verbessern.

Wir haben eine Fachtagung zu Gewalt gegen LGBTQIA*-Personen initiiert. Fachkräfte und Organisationen tauschen sich aus, um Schutzmaßnahmen zu verbessern und die Prävention von Gewalt und Diskriminierung zu stärken.

Wir haben dafür gesorgt, dass queere Geflüchtete in Wiesbaden sichtbar unterstützt und gut integriert werden. Durch politische Entscheidungen haben wir Kooperationen zwischen der Stadt, der AIDS-Hilfe Hessen und anderen Organisationen gefördert. Das Projekt „Rainbow Refugee Support“ bietet Beratung, Begleitung bei Asylverfahren, psychosoziale Unterstützung und Gruppenangebote, um Isolation zu verhindern. Wir GRÜNE haben damit den Rahmen geschaffen, damit queere Geflüchtete Schutz, Empowerment und Teilhabe in unserer Stadt erfahren können.

Wir haben Zeichen gesetzt: Ein Regenbogenzebrastreifen und ein Regenbogenkreisel machen die Vielfalt unserer Stadt sichtbar. Sie sind konkrete Symbole für Akzeptanz, Sichtbarkeit und Gleichberechtigung und zeigen, dass Wiesbaden eine offene Stadt für LGBTQIA*-Personen ist. Diese dauerhaft sichtbaren Zeichen stärken das Selbstbewusstsein der Community und sensibilisieren die gesamte Stadtgesellschaft.