Was mich antreibt:

Die Klimakrise mahnt uns immer eindrücklicher dazu, endlich unser aller Lebensgrundlagen zu sichern. Mit dem Klima schützen wir unseren Planeten und alles, was auf ihm lebt - uns selbst eingeschlossen. Ein ökologischer Aufbruch ist dringend nötig. Damit wir ihn gemeinsam, als Gesellschaft stemmen können, muss dieser ökologische Aufbruch aber auch sozial sein.

Deshalb stehen im Fokus meiner Politik die verschiedenen Bedürfnisse von Menschen - gerade, wenn sie aufgrund z.B. ihres Geschlechts, Kultur oder Wohngegend ganz unterschiedliche Erfahrungen in der Gesellschaft machen. Bislang war es als Sozialwissenschaftlerin mein Ziel, zu verstehen, wo und wieso Menschen Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten erfahren. Nun will ich als Politikerin anpacken, um diese sozialen Schräglagen auszugleichen.

Auch in Wiesbaden kennen wir viele solcher Schräglagen. Bei uns leben eine Vielzahl von Menschen unterschiedlichster Kulturen, Milieus sowie wirtschaftlicher Möglichkeiten nah beieinander. Corona hat viele Ungleichheiten noch deutlicher zutage treten lassen. 

Ich will mich im Deutschen Bundestag dafür einsetzen, dass alle Mitglieder der Gesellschaft, gerade auch in den Familien, echte - gleiche! - Chancen bekommen. Nur mit echter Chancengleichheit wird unsere Gesellschaft alltags- und krisenfest, nur so klappt gesellschaftlicher Zusammenhalt. Diese Perspektive prägt mich - bei meinem Herzensthema, der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, ebenso wie bei der Bekämpfung der Klimakrise: Gut ist, was auch für andere gut ist.

Mein Fokus auf Chancengleichheit lässt sich mit meinen eigenen Erfahrungen erklären: Ich bin in Südthüringen aufgewachsen und habe danach viele Jahre in NRW, Bayern und nun Hessen gelebt. Ich kann ganz sicher sagen, dass ich mich noch nirgends so schnell so wohl gefühlt habe wie in Wiesbaden. Die vielen Wohnorte haben mir aber auch vor Augen geführt, wie unterschiedlich die Lebensrealitäten in Deutschland sein können. Und da geht es mir nicht um Kölsch, Rauchbier oder Riesling. Sondern um Erfahrungen mit Arbeitslosigkeit, Umbrüchen, kultureller Vielfalt, urbaner Enge, ländlicher Abgeschiedenheit oder absurd hohen Mieten.

Gerade in Hinblick auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf hat mir mein Lebenslauf viele verschiedene Modelle und Möglichkeiten vor Augen geführt - mit jeweils großer Bedeutung für die Geschlechtergerechtigkeit. Das habe ich als Sozialwissenschaftlerin viele Jahre lang erforscht. 

Und nun will ich in der Bundespolitik dafür streiten, Möglichkeiten für eine echte Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Mütter UND Väter zu schaffen - und damit einen wesentlichen Beitrag für die Chancengleichheit der Geschlechter leisten.

 



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